Maßnahmen:
Gut gepolsterten Hufverband anlegen, der stündlich mit warmem Wasser
durchfeuchtet wird. Tierarzt noch am selben Tag holen, Pferd nicht bewegen.
Impfschutz gegen Wundstarrkrampf prüfen!
Mit der Hufuntersuchungszange wird der Tierarzt den Sitz des Hufgeschwüres
ausfindig machen. Beim Druck auf eine bestimmte Stelle des Hufes zeigt das Pferd
eine mehr oder weniger erhebliche Schmerzreaktion. Wenn das Hufgeschwür schon
fortgeschritten ist, wird sich der Tierarzt entscheiden, das Hufgeschwür
chirurgisch zu öffnen. Er öffnet die Hornschicht über der
schmerzempfindlichsten Stelle und lässt den Eiter abfließen. Ist er noch nicht
"reif" wird ein Schwitzverband z.B. mit Rivanollösung angelegt. Der
Schwitzverband muss vorschriftsgemäß so lange am Huf belassen werden, wie es
der Tierarzt verordnet. Erst wenn dieser Verband mindestens einen Tag lang
abgenommen worden ist, hat der neue Huf genügend Zeit zur Austrocknung gehabt,
und der neue Beschlag kann vorgenommen werden. Befindet sich die Hufgeschwürsöffnung
an einer vom Eisen nicht bedeckten Stelle, kann der Schmied die Öffnung mit
festgestopfter Gaze und mit einem Deckeleisen oder zwei gekreuzten
Metallsplinten, die unter das Eisen geschoben werden, verschließen, so daß das
Pferd wieder geritten werden kann.
Vorbeuge:
Die Sohlenflächen des Hufes sowie die Strahlfurchen sind vor und nach jedem
Reiten sorgfältig mit einem Hufkratzer zu reinigen. (Das gehört selbstverständlich
sowieso zur täglichen Pflege) Dabei achtet man auf eingetretene Fremdkörper
sowie auf Verfärbungen des Hufes.
