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Hufgeschwür

 

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Hufgeschwür


Ein Hufgeschwür entsteht durch Keime, die in feine Hornrisse eindringen und an der Lederhaut Eiterka
mmern bilden, welche zunehmend Druck ausüben und damit immer mehr Schmerzen verursachen. Ein solcher Abszess kann das Sohlenhorn unterhöhlen oder am Kronsaum durchbrechen und schwere Schäden verursachen. Das Hufgeschwür wird je nach Lage des Eiterherdes unter der Hornwand, der Sohle oder dem Strahl bezeichnet.

Ursache:

durch Infektion nach Nageltritten
Nagelstichen oder Vernagelungen
tiefgehenden Verletzungen des Krongebietes oder Ballentritten

Anzeichen:

Der sich ausdehnende Eiter übt Druck auf die empfindlichen Innenteile wie die Huflederhaut aus und läßt das Pferd meist hochgradig lahm gehen.
Druckempfindlichkeit des Hufes oder bestimmter Hornbereiche
manchmal erhöhte Temperatur im Huf

Maßnahmen:
Gut gepolsterten Hufverband anlegen, der stündlich mit warmem Wasser durchfeuchtet wird. Tierarzt noch am selben Tag holen, Pferd nicht bewegen. Impfschutz gegen Wundstarrkrampf prüfen!
Mit der Hufuntersuchungszange wird der Tierarzt den Sitz des Hufgeschwüres ausfindig machen. Beim Druck auf eine bestimmte Stelle des Hufes zeigt das Pferd eine mehr oder weniger erhebliche Schmerzreaktion. Wenn das Hufgeschwür schon fortgeschritten ist, wird sich der Tierarzt entscheiden, das Hufgeschwür chirurgisch zu öffnen. Er öffnet die Hornschicht über der schmerzempfindlichsten Stelle und lässt den Eiter abfließen. Ist er noch nicht "reif" wird ein Schwitzverband z.B. mit Rivanollösung angelegt. Der Schwitzverband muss vorschriftsgemäß so lange am Huf belassen werden, wie es der Tierarzt verordnet. Erst wenn dieser Verband mindestens einen Tag lang abgenommen worden ist, hat der neue Huf genügend Zeit zur Austrocknung gehabt, und der neue Beschlag kann vorgenommen werden. Befindet sich die Hufgeschwürsöffnung an einer vom Eisen nicht bedeckten Stelle, kann der Schmied die Öffnung mit festgestopfter Gaze und mit einem Deckeleisen oder zwei gekreuzten Metallsplinten, die unter das Eisen geschoben werden, verschließen, so daß das Pferd wieder geritten werden kann.

Vorbeuge:
Die Sohlenflächen des Hufes sowie die Strahlfurchen sind vor und nach jedem Reiten sorgfältig mit einem Hufkratzer zu reinigen. (Das gehört selbstverständlich sowieso zur täglichen Pflege) Dabei achtet man auf eingetretene Fremdkörper sowie auf Verfärbungen des Hufes.

 
 © 2009 Hartmann
Stand: 03. Okt 2009