Home Nach oben Inhalt Links Wetter Bilder Awards

Rehe

 

Nach oben



shopping

 

Reisen online buchen bei Neckermann UrlaubsWelt

D2 Online Shop

5 Bücher gratis!

 

Rehe

Unter Hufrehe versteht man eine schmerzhafte Entzündung im Inneren selten eines, meist aber aller vier Hufe. Durch die Entzündung wird die Verbindung zwischen dem Hufbein und dem äußeren Hufschuh massiv belastet. 
Die entzündliche Schwellung im Inneren des Hufes kann sich wegen der festen Begrenzung durch den Huf nicht ausdehnen. Es werden dem Pferd auf einmal "die Schuhe zu eng" - Schmerz. Anfangs bewegt das Pferd nur unwillig seine Beine, es kommt zum Bild des "Festklebens" am Boden.
Durch die fehlerhafte Durchblutung wird das Hufbein in seiner Position gelockert und dreht sich mit der Spitze nach unten.

 

 
Hufbeinrotation

 
Letztlich kann es zum Durchbrechen an der Sohle kommen. In letzter Konsequenz kann es sogar zum Ausschuhen, also dem Verlust der Hufe kommen.
Die Ursachen sind selten im Huf, sondern meist anderswo im Körper zu suchen.

Ursachen:

Futterumstellung und / oder Eiweißüberschuß

Toxin -(Giftstoffe)ausschüttung aus dem Organismus durch fieberhafte Allgemeinerkrankungen, Kolik oder Schwergeburten mit anschließendem Nachgeburtsverhalten.

Trinken von kaltem Wasser in erhitztem Zustand

Vermehrte Belastung durch Bewegung auf ungewohnt hartem Boden, oder durch Entlastung  eines kranken Beines

Zu lange oder zu hohen Cortisontherapie

primäre Erkrankungen im Huf, z.B. Vernagelungen. 

 

Es gibt einige, die Hufrehe begünstigende Risikofaktoren, die zum Teil vermeidbar sind. 

 
Übergewicht
falsche Futterzusammenstellung (Eiweißration)
Rassedisposition bei schweren Rassen und Ponies
nächtlicher Einbruch in die Futterkammer
Tiere, die schon einmal an Hufrehe erkrankt waren. 

 Zeichen der Hufrehe sind:

 
beginnende Lahmheit, vor allem am Zirkel, stelzender Schritt bis zum Verharren mit nach vorne gestellten  Beinen um den Druck von den Spitzen auf die Trachten zu verlagern
Erwärmung eines oder aller Hufe
vermehrtes Pulsieren der Arterien am Bein
bei chronischem Verlauf Ringe auf der Hufwand bis zu totalen Hufdeformationen 

 

Die Behandlung richtet sich in erster Linie auf die Abstellung der Ursachen (siehe da). Weiters ist auf Abstellen der Entzündung und damit der Schmerzreduzierung zu achten. Schmerz ist durch Aufstallen auf weichem, kühlem und feuchtem Grund zu lindern. Neben der tierärztlichen Betreuung ist auch mit korrekter Hufschmiedearbeit viel Positives zu erreichen. Die Heilungschancen sind umso besser, je früher die Behandlung einsetzt.

Vorbeugend ist auf leistungsadäquate Fütterung, Krankheitsvorbeuge durch diverse Schutzimpfungen und regelmäßige Hufpflege zu achten.

 

 
 © 2009 Hartmann
Stand: 03. Okt 2009