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Sommerekzem / Sommerräude
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Die
Krankheit tritt meist zwischen April und Oktober auf, daher auch der Name
"Sommerekzem".
Leider ist das Thema Sommerräude für viele Pferdebesitzer grade im Sommer
akut, denn gerade zu der feucht-warmen Zeit, tummeln sich die Sommerräude
verursachenden Plagegeister wieder: die Kriebelmücken.
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Ursache:
Die Ursache wird auf den Stich dieser Mücke zurückgeführt, der bei
den gestochenen Pferden eine allergische Reaktion auslöst. Der Schweregrad
der durch diese Krankheit hervorgerufenen Hautverletzungen hängt ab von der
Zahl der vorhandenen Mücken, die ihre höchste Verbreitung im Juli und
August haben. Das Sommerekzem ist eine Hauterkrankung, von der Mähne,
Widerrist und Schweifwurzel betroffen sind.
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Anzeichen:
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Die Haut wird sehr schnell dick und füllt sich mit Flüssigkeit.
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Serum sickert aus den Pusteln, die sich auf der Haut bilden.
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Wegen des starken Juckreizes scheuert sich das Pferd, es verliert die
Behaarung an den betroffenen Stellen
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die Haut erscheint runzelig, zerfurcht und schuppig.
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Die Mähne kann vollständig verloren gehen, und der Schweif besteht nur
noch aus ein paar dünnen Haaren.
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Maßnahmen und Tipps:
Die tägliche Pflege eines Pferdes, das unter der Krankheit
"Sommerekzem" leidet, ist besonders wichtig.
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Die betroffenen Stellen müssen von Schuppen und vor allem von Schmutz
befreit werden. Eine Desinfektion ist besonders wichtig, um weitere Entzündungen
auszuschließen
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Jeden zweiten Tag sollte man die Mähne und den Schweif mit einem
antiseptischen Shampoo waschen.
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Tipps zur Weiterbehandlung
Die betroffenen Stellen dick mit Melkfett eincremen; oder mit ähnlichen
Salben, aber auf jeden Fall ohne Parfum und sonstige Konservierungsstoffe.
Mit einem saugfähigen Tuch die Haut mit Babyöl tränken. Also, sehr dick
auftragen und einziehen lassen. Das Öl soll etwa alle zwei Tage angewendet
werden. Wichtig: Vor einem erneuen Auftragen die betroffenen Stellen mit
Wasser säubern.
Eine Mischung aus Essigsaurer Tonerde und Wasser herstellen. Die Verdünnung
mit einem kleinen Schwamm auftragen. Der Juckreiz wird gemindert, da
Essigwasser eine kühlende Wirkung hat.
Die betroffenen Stellen mit einer Arnika-Tinktur einreiben. Man kann sie
auch mit Wasser verdünnen und dann auftragen. Arnika hilft der Haut, sich
zu beruhigen und außerdem einer Entzündung vorzubeugen.
Die Tiere werden im Zuge der allgemeinen Kontrolle auf blutende Wunden
untersucht. Diese werden vorsichtig mit einem Salbeisud ausgewaschen, wobei
die Wunde abzutrocknen ist um ein schnelles verschorfen zu fördern.
Offene Stellen können mit Betaisodonna- Salbe, oder Bepanthen Roche Salbe
behandelt werden. Sie beschleunigt den Heilungsprozess und die Haut
regeneriert sich schneller.
Die erkrankten Bereiche mit Neo-Ballistol-Öl mehrmals am Tag tränken. Nach
zwei Tagen das Öl gründlich abwaschen. Diese Methode über einen längeren
Zeitraum anwenden.
Die juckenden Stellen im Langhaar werden mit einem Gemisch aus Lavendelöl
und Kamillenöl (Wundheilend) eingerieben.
Anwendungsgebiete Lavendel: u.a. Hautkrankheiten, Wunden aller Art,
Insektenstiche. Lavendelöl ist auf jeden Fall wundheilend bei äußerlicher
Anwendung und beseitigt Schorf.
Weiden in der Nähe klarer, schnell fließender Gewässer werden bis
Juni/Juli im Beweidungsplan ausgespart (dann ist meistens die erste
Masseninvasion vorbei). Allerdings können Kriebelmücken größere Strecken
fliegen und können so auch auf Viehweiden lästig werden in deren Umgebung
es keinen Bach gibt.
Aber: Da die Symthome und die Zeit des Auftretens beim Sommerekzem und bei Hautpilz
ungefähr gleich sind, sollte ebenfalls in Betracht gezogen werden, dass das
Pferd eventuell an Pilz erkrankt ist.
Eintrag im Forum:
Abgeschickt von Bundesverband Innovativer Gesundheitsökonomen e.V. am 11 November, 2003 um 11:27:31
Liebe Pferdefreunde,
in unserem Therapiezentrum haben wir je einen Fall der o.g. Erkrankungen mit einem Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Imiquimod versuchsweise behandelt. Bei dem Sommerekzem kam er zu einer vollständigen Beseitigung der Hautirritation an der behandelten Fläche. Der erste Teilbehandlungsversuch der Sarkoide verläuft sehr vielversprechend. Sollte die breitere Anwendung die vorliegenden Ergebnisse bestätigen, steht erstmals ein Arzneimittel mit hoher Wirksamkeit gegen die bislang nicht oder nur schwierig beherrschbaren Erkrankungen zur Verfügung.
Bundesverband Innovativer Gesundheitsökonomen e.V.
Hermann Galle (Geschäftsführer)
Mozartstraße 33
46359 Heiden
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