Home Nach oben Inhalt Links Wetter Bilder Awards

Anatomie

Nach oben
Augen
Haut
Hufe
Hufpräparat
Muskulatur
Organe
Skelett
Zähne



shopping

Reisen online buchen bei Neckermann UrlaubsWelt

D2 Online Shop

5 Bücher gratis!

Anatomie - Der Körper des Pferdes
Jeder Reiter sollte Kenntnisse über die Anatomie des Pferdes besitzen. Spätestens beim Kauf kann das Wissen hilfreich sein. Auch beim täglichen Umgang mit dem Pferden hilft die Kenntnis des Körperbaus die Verletzungs- gefahr zu verringern, insbesondere was Gelenke und Muskeln betrifft.
Die Füße

Von allen Körperteilen des Pferdes sind die Füße am wichtigsten. Sowohl im domestizierten als auch im wilden Zustand bilden sie den Schlüssel zum Überleben der Tiere. Sie sollten daher so korrekt wie möglich ausgebildet sein.

Korrekt geformte Füße sind lebensnotwendig, denn sie tragen das Gewicht und dämpfen den Aufprall. Beim Sprung fällt das gesamte Gewicht von Tier und Reiter im Augenblick der Landung auf einem einzigen Vorderfuß. Die Füße sind von einer äußeren Hufschicht geschützt. Diese wächst etwa 5 mm pro Monat, so dass die natürliche Abnutzung ständig ausgeglichen wird. Zum Fuß gehören das Kronenbein und das Hufbein (wobei das Ende des Hufbeins mit der Zehenbeugsehne verbunden ist), das Stahlbein, das Hufgelenk, Hufknorpel, Blutgefäße und Nerven. Deren wichtigste sind die Empfindungsblättchen, die den Huf mit Nahrung versorgen und ihn mit den Knochen verbinden.

Die Huf besteht aus Wänden, Ballen, Hornsohle und Strahl. Es ist besonders wichtig, dass der Strahl gesund und gut entwickelt ist. Er verhindert das Rutschen und hilft, die Erschütterung aufzufangen.
Die Hintergliedmaßen

Aus den Hintergliedmaßen entwickelt das Pferd seine Kraft. Sie sind deshalb besonders wichtig. Sie sind mit dem Körper durch das Kniegelenk verbunden, das mit seiner Kniescheibe auf ähnliche Weise wirkt wie das Knie und die Kniescheibe des Menschen. Die Kniescheibe vergrößert die Wirkung der Muskeln, die das Kniegelenk strecken. Dieses wird durch die Bänder und Muskeln kontrolliert wie das Sprunggelenk, so dass die beiden in ihren Bewegung synchron laufen.

An das Sprunggelenk schließt der Unterschenkel an. Das Sprunggelenk besteht aus sieben Knochen, die durch Bänder fest miteinander verbunden sind, es ist die wichtigste antreibende Kraft.

Ein gutes Sprunggelenk ist groß, flach und beinahe viereckig, wenn es von der Seite betrachtet wird. Sieht es nach innen gewölbt aus, wenn man es von hinten betrachtet, ist das ein Zeichen von Schwäche. Nach außen gewölbt ist das ein Zeichen von Kraft. Der Sprungbeinhöcker sollte auch gut ausgebildet sein, sonst verstärkt sich der Druck auf die Bänder. Die Sehnen sollten klar hervortreten. Das Ende des Unterschenkels sollte sich nicht verdicken.

Der Röhrenknochen sollte kurz sein, das Fesselbein ziemlich kurz und in einem leichten Winkel geneigt. Je spitzer der Winkel, um so größer der auf Sehnen und Bänder ausgeübte Druck. Ist das Fesselbein kurz und aufrecht, kann es seine Aufgabe, die Belastung zu dämpfen, nicht erfüllen. Das wirkt sich direkt auf die Gelenke aus und kann zu Deformationen führen.
Die Vordergliedmaßen

Da das Pferd kein Äquivalent zum Schlüsselbein des Menschen besitzt, sind die Vordergliedmaßen mit dem Rumpf nur durch Muskel- und Sehnengewebe verbunden. Obwohl hierdurch sichergestellt ist, dass ein Großteil der Belastung aufgefangen und nicht an das Rückrat weitergegeben wird, bedeutet es aber auch, dass die Muskeln leicht überlastet werden können. Daher ist es wichtig, nach Überanstrengungen diese Partien sofort zu behandeln.

Das Vorderbein beginnt unterhalb des Schulterblattes. Das Ober(arm)bein mündet in das Ellenbogengelenk. Das Unter(arm)bein sollte gut ausgebildet sein. Wie das Sprunggelenk sollte das Vorderfußwurzelgelenk groß, flach und vorstehend sein, um das Körpergewicht tragen zu können. Die Vorderröhre mit deutlich erkennbaren Sehnen führt zum Fesselgelenk, das mit dem Huf durch das Fesselbein verbunden ist.

Von vorn sollten Vorderröhre und Unterarmbein eine grade Linie bilden, die Handwurzelgelenke auf gleicher Höhe liegen.
Ein weiteres Merkmal der Vorderbeine sind die so genannten Kastanien, kleine harte Wucherungen an der Innenseite des Beines über dem Handwurzelgelenk. Man stellt sie sich als Spuren eines früheren Zehs vor und wie bei Fingerabdrücken sehen sie bei jedem Pferd anders aus. Sie sind Überreste einer fernen Vergangenheit.
Der Rumpf

Die Schulter, die vom Widerrist, dem Teil des Rückrats mit acht echten Rippen zwischen Hals und Rücken, ausgeht und ihn stützt, sollte lang und schräg sein. Je größer die Neigung, um so wirksamer ist die Schulter beim Auffangen des Aufpralls von den Vorderbeinen. Eine aufrechte Schulter kann aus einem Pferd ein unbequemes Reittier machen; ebenso kann sich die Ausdauer verringern, da die Schrittlänge beträchtlich abnimmt.

Die Vorderbrust liegt zwischen den Vorderbeinen. Sie sollte breit und muskulös sein, was ein Zeichen für einen großen Herz- und Lungenraum ist. Engbrüstige Pferden fehlt ausnahmslos das Stehvermögen. Das Problem mit den zu eng beieinander stehenden Vorderbeinen kommt hinzu. Der Hals sollte grade und nicht zu schwer sein, da sonst die Atmung des Pferdes beeinträchtigt ist.

Die Größe des Kopfes sollte in einem angemessenen Verhältnis zur Körpergröße stehen. Ist der Kopf zu groß, ist die Vorderhand zusätzlichem Druck ausgesetzt. Das Maul sollte, wie die Nüstern, gut ausgebildet sein. Die Augen sollten groß, offen und klar sein, die Lider gleichmäßig gerundet, die Ohren gut aufgerichtet und aufmerksames Ohrenspiel haben. Hängeohren können bedeuten, dass das Pferd träge ist.

Zwischen den Ohren liegt das Genick, das in Halsansatz und Mähnenkamm übergeht. Der Mähnenkamm führt zum Widerrist und zum Rücken. Allgemein gilt: je kürzer der Rücken, um so kräftiger ist er. Das ist besonders wichtig, da der Rücken das gesamte Gewicht des Reiters zu tragen hat. Einige Fachleute ziehen Pferde mit langem Rücken vor, vorausgesetzt, das Pferd ist das, was als "gutgerippt" gilt. Das bedeutet, dass der Abstand zwischen der letzten Rippe und dem Hüfthöcker nicht größer als etwa 50 mm sein sollte. Der Hüfthöcker selbst steht auf beiden Seiten des Rückrats über den Flanken nach außen. Dies ist ein anderer verletzungsanfälliger Punkt, da dieser vorspringende Teil relativ ungeschützt liegt.

Hinter dem Rücken liegt die Lende, die sich bis zur Kruppe erstreckt. Diese führt zum Schweif und zur Schweifrübe hinunter. Die Lende sollte kräftig und gut bemuskelt sein, da sie die Bewegungsenergie zum Rumpf leitet. Sie sollte auch so kurz wie möglich sein, da sie der am wenigsten gestützte Teil des Rückens ist. Die Kruppe ist Teil der Hinterbackenregion, zu der auch After, Hüfte, Oberschenkel und Kniegelenk gehören. Die Hinterbacken sollten kräftig und gerade sein und bis zu den Unterschenkeln heranreichen. Gerundete Hinterbacken sind unerwünscht.

Die Flanke erstreckt sich vom Lendenwirbel abwärts. Ihr augenfälligstes physisches Merkmal befindet sich an ihrem höchsten Punkt gerade unter der Lende. Es ist eine dreieckige Vertiefung, die wie sie durch ihr Auf- und Niedergehen anzeigt, wie schnell oder langsam das Pferd atmet, so dient die Verfassung der Flanke auch als Zeichen für die allgemeine Verfassung des Pferdes. Ist das Pferd krank, ist sie meinst angeschwollen
Die inneren Organe

Die meisten inneren Organe des Pferdes arbeiten in der gleichen Weise wie die anderer Säugetiere, aber sowohl die Verdauungs- als auch der Atmungsapparat weisen interessante Besonderheiten auf. Vor allem im Verdauungssystem gibt es drei einzigartige Merkmale, die das Pferd von anderen Säugetieren unterscheiden. Es handelt sich erstens darum, dass der größte Teil des Verdauungstraktes im hinteren Teil des Rumpfes liegt, dass zweitens der Magen im Verhältnis zur Größe des Tieres sehr klein ist und dass drittens das Pferd keine Gallenblase besitzt und die Gallenflüssigkeit (5-6 l am Tag) direkt in den Zwölffingerdarm gelangt.

Drei Tatsachen sind beim Atmungssystem bemerkenswert, da mit ihnen das Risiko von Krankheit oder Verletzung einhergeht. An den Kehlbeuteln des Kopfes können Entzündungen oder Blutungen entstehen. Der Kehlkopf kann einseitig gelähmt werden. Diese Lähmung behindert das Einatmen der Luft und führt zu der als Rohren bekannten Erscheinung. Dies ist besonders beim Galopp festzustellen, genauso wie die als gebrochener Wind bekannte Erscheinung, die mit den Bronchialen und den Alveolen der Lunge zusammenhängt.
Zähne und Alter
Das Alter eines Pferdes wird durch die Untersuchung seiner sechs Schneidezähne in jedem Kiefer bestimmt. wie andere Säugetiere hat das Pferd in seinem Leben zwei Gebisse. Die Milchzähne werden im Laufe des Wachstumsprozesses durch die bleibenden Zähne ersetzt, wobei der Vorgang gewöhnlich im Alter von annähernd drei Jahren beginnt und im Alter von fünf Jahren abgeschlossen ist. Bei den beiden mittleren Schneidezähnen (Zangen) beginnt der Zahnwechsel, gefolgt von den Mittel- und den Eckzähnen.

Die zwei Zangen sind durchgestoßen, wenn das Fohlen erst vier Wochen alt ist (sie können sogar schon bei der Geburt vorhanden sein). Die Mittel- und Eckzähne folgen in Abständen von sechs Wochen bzw. sechs bis neun Monaten. Die Milchzähne sind weiß (die bleibenden Zähne gelb) und verjüngen sich zur Basis hin.

Nachdem die bleibenden Zähne vollständig sind, müssen andere Überlegungen angestellt werden, um das Alter zu bestimmen. Mit sechs Jahren hat sich die Höhe der Eckzähne abgenutzt, im Alter von sieben Jahren haben sie eine hakenförmige Gestalt angenommen, den so genannten Einbiss. Dieser verschwindet im Alter von acht. Mit sieben Jahren beginnt sich auch die dunkle Linie, bekannt als Zahnsternchen, zu entwickeln. Mit neun Jahren ist sie an den Beißrändern der Zähne zu sehen.

Zu diesem Zeitpunkt erscheint eine Längsfurche, die Galvayne- Rinne, an den oberen Eckzähnen nahe am Gaumen. Das Wachstum dieser Rinne dient als Hinweis für das zunehmende Alter. Ein anderer ist die zunehmende Neigung der Zähne, die ihren Höhepunkt im Alter zwischen 20 und 25 Jahren erreicht. Im Alter von 15 Jahren erstreckt sich die Galvayne- Rinne über den halben Zahn, mit 20 Jahren sollte sie den unteren Rand erreicht haben. Von diesem Zeitpunkt an beginnt sie mit der gleichen Geschwindigkeit zu verschwinden, mit der sie aufgetaucht war. Mit 30 Jahren ist sie vollkommen verschwunden.

Alle diese Hinweise ermöglichen eine recht genaue Altersbestimmung. Ist das Alter von acht Jahren erreicht, der Zeitpunkt, zu dem man von einem alten Pferd spricht, sind diese Methoden aber nicht immer sicher. Besonders ist dies nach 15 Jahren der Fall.
Die Gangarten des Pferdes

Die vier Grundgangarten des Pferdes sind Schritt, Trap, (Jog beim Westernreiten), Kanter (Lope beim Westernreiten) und Galopp. Die Saddle-Horse der USA beherrschen zusätzlich die Gangarten Paß, Stepping

Wie von der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) offiziell festgelegt, ist der Schritt eine langsame Gangart, bei der die vier Beine des Pferdes sich nacheinander bewegen. Die Beinfolge ist vorne - links, hinten - rechts, vorne - rechts und hinten - links. Zwei oder drei Beine sind dabei immer auf dem Boden. Die Schläge der Gangart müssen deutlich voneinander getrennt, gleich- und regelmäßig sein, oder der Schritt ist als uneinheitlich oder gebrochen anzusehen. Die Gangart selbst ist unterteilt in Mittelschritt, versammelter, starker und freier Schritt.

Der Trap ist eine Zweischlag-Gangart auf wechselnden Diagonalen (vorne - rechts und hinten - links und umgekehrt), die durch einen Augenblick der Schwebephase getrennt sind. Mit anderen Worten, die zueinander diagonal befindlichen Vorder- und Hinterbeine bewegen sich zusammen. Daher verlassen das rechte Vorder- und das linke Hinterbein den Boden, bevor das linke Vorder- und das rechte Hinterbein zu ihm zurückkehren. Es gibt vier anerkannte Gangmaße: Arbeits- und Mitteltrab, versammelter und starker Trab. Der Reiter erhebt sich aus dem Sattel oder bleibt sitzen.

Ist die Gangart übereilt, so dass die Vorderbeine vor den Hinterbeinen den Boden berühren, wird das ebenso als Fehler betrachtet wie nachgezogene Hinterbeine. In beiden Fällen ist das Resultat eine Vierschlag-Gangart. Fehlerhaft ist es weiterhin, wenn das eine Hinterbein weiter nach vorne gebracht wird als das andere.

Der Kanter ist eine Dreischlag-Gangart, bei der das Pferd je nach eingeschlagener Richtung mit dem linken oder rechten Vorderbein führt. Beim Rechtskanter ist diese Sequenz zu befolgen: hinten - links, links - diagonal (hinten - rechts und vorne - links) und vorne - rechts. Ihr folgt ein Augenblick der Schwebephase, bei der sich alle vier Beine über dem Boden befinden, bevor die nächste Vorwärtsbewegung gemacht wird. Die anerkannten Kanter sind Arbeits- und Mittelkanter, versammelter und starker Kanter.

Der verbreitetste Fehler besteht im Führen des falschen Beines. In diesem Fall ist es ein uneinheitlicher Kanter.

Der Galopp, die schnellste Gangart des Pferdes, ist eine Vierschlag-Gangart. Er ist eine gestreckte Variante des Kanters, wobei der Hauptunterschied darin besteht, dass die Schritte und die Schwebephase viel länger sind. Die Beine werden in folgender Sequenz angehoben: vorne - links, vorne - rechts, hinten - links und hinten - rechts oder umgekehrt.

Ein gut trainiertes Pferd sollte die Übergänge weich bewältigen und nicht abrupt. Die Kadenz (der Rhythmus) der Gangart sollte bis zum Augenblick des Wechsels oder des Haltens aufrechterhalten werden. Das Pferd sollte jederzeit ruhig und in der korrekten Haltung bleiben sowie leicht am Zügel stehen. Zu den schweren Fehlern gehören das Zähnefletschen und das Schlagen mit dem Schweif, Zeichen von Widerspenstigkeit.
Abzeichen und Farben

Abzeichen sind weiße Stellen am Körper, Gliedmaßen und Kopf des Pferdes. Die zu ihrer Beschreibung verwendeten Begriffe sind von den verschiedenen Zuchtbehörden offiziell festgelegt worden. Am Körper sind das Zebrastreifen (an Gliedmaßen, Hals, Widerrist und Oberschenkel) und Flecken (rund um einen kleinen Punkt angeordnet). Abzeichen am Bein sind Socken (Fessel und Teil der Röhre weiß) und Strümpfe (weiße Farbe von der Krone bis zum Handwurzel- bzw. bis zum Sprunggelenk). Socken sind immer kürzer als Strümpfe.

Abzeichen am Kopf sind der Stern (ein kleiner weißer Fleck auf der Stirn), der Strich, auch schmale Blesse (eine das Gesicht hinablaufende weiße Linie), die Blesse (eine breite weiße Linie von den Augen zum Maul), die Laterne (Stirn, Nase und Teil des Mauls), die Schnippe (eine kleine weiße Linie, die zu den Nüstern oder um sie herum führt) und das Glasauge (blau-weiße oder weiße Farbe im Auge).

Abzeichen

Die Farben des Pferdes sind sehr unterschiedlich. Sie gehen von Braun (braune Farben mit schwarzem Mähnen- und Schweifhaar und gewöhnlich schwarzer Stiefelung) Schwarz (Fell, Gliedmaßen, Mähne und Schweif weisen manchmal weiße Stellen auf), Schwarzbraun (braun bis schwarz), fuchsfarben (verschiedene Rotschattierungen, die von dunklen über rotbraune bis hin zu hellen Tönen gehen), gelb (blau oder gelb, Aalstrich, Mähne und Schweif schwarz, ebenso einige andere Stellen), cremefarben (mit hellem Mähnen- und Schweifhaar und oft rosa Augen), der Palomino-Farbe (golden, Mähne und Schweif flachsfarben), stichelhaarig (bläulich oder erdbeerfarben; im ersten Fall ist die Grundfarbe Schwarz oder Braun, im zweiten ist der Grund fuchsfarben), schwarzweiß gescheckt (piebald), skew-bald-gescheckt (rot oder fuchsfarbenbraun mit weiß), der Pinto-Farbe (piebald, skewald oder mehrfarbig gescheckt) bis zur Schimmelfarbe (weiß und schwarz auf schwarzer Haut). Allein bei der letzten Farbe kommen viele individuelle Tönungen vor. Zwei gängige Beispiele sind der Fliegen- und der Eisenschimmel.

Farben

Farben und Abzeichen sind normalerweise in jedem Verkaufsdokument gemeinsam mit Einzelheiten zu Typ, Zucht, Alter, Größe und Charakter eingetragen. Der Charakter ist ein besonders wichtiger Punkt. Es sollten kurze Beschreibungen des Mauls, des Verhaltens, der Bewegung und der Reittyp des betreffenden Pferdes aufgeführt werden. Es sollte auch vermerkt sein, wie sich das Pferd im Straßenverkehr verhält, besonders wenn der vorgesehene Reiter ein Kind ist.
Größe

Die Größe des Pferdes wird vom höchsten Punkt des Widerristes bis zum Boden gemessen. Beim Messen ist es wichtig, dass das Tier auf einer waagerechten Oberfläche steht.

Auf dem europäischen Festland wird die Größe in Zentimetern gemessen, in Großbritannien, Irland, Australien und Nordamerika in hands. Eine hand entspricht 10,16 cm (4 inches).
Der Charakter des Pferdes

Das Pferd besitzt ein im Vergleich zu seiner Größe relativ kleines Gehirn, es kann nicht "denken" und man sollte ihm keine menschenähnliche Intelligenz zusprechen. Was das Pferd besitzt, ist ein bemerkenswerter natürlicher Instinkt, der vom Menschen entweder genutzt oder verdorben werden kann.

Erforderlich sind Geduld und Einfühlungsvermögen. Wenn ein Pferd vor etwas unerwartet Auftauchendem scheut, führt eine Strafe nur dazu, dass das Tier ängstlich wird. Gegen absichtliches schlechtes Betragen sollte unverzüglich vorgegangen werden, weil die Strafe sonst nicht mit dem Fehler in Verbindung gebracht wird, und ein gutes Verhalten sollte sofort belohnt werden.

Ein gesundes, gut gefüttertes, sorgfältig behandeltes Pferd wird selten Probleme machen.

© 2009Hartmann
Stand: 03. Okt 2009