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| Anatomie
- Der Körper des Pferdes |
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Reiter sollte Kenntnisse über die Anatomie des Pferdes besitzen.
Spätestens
beim Kauf kann das Wissen hilfreich sein. Auch beim täglichen Umgang
mit dem Pferden hilft die Kenntnis des Körperbaus die Verletzungs-
gefahr zu verringern, insbesondere was Gelenke und Muskeln betrifft.
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| Die
Füße |
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Von
allen Körperteilen des Pferdes sind die Füße am wichtigsten. Sowohl im
domestizierten als auch im wilden Zustand bilden sie den Schlüssel zum Überleben
der Tiere. Sie sollten daher so korrekt wie möglich ausgebildet sein.
Korrekt
geformte Füße sind lebensnotwendig, denn sie tragen das Gewicht und dämpfen
den Aufprall. Beim Sprung fällt das gesamte Gewicht von Tier und Reiter im
Augenblick der Landung auf einem einzigen Vorderfuß. Die Füße sind von einer
äußeren Hufschicht geschützt. Diese wächst etwa 5 mm pro Monat, so dass die
natürliche Abnutzung ständig ausgeglichen wird. Zum Fuß gehören das
Kronenbein und das Hufbein (wobei das Ende des Hufbeins mit der Zehenbeugsehne
verbunden ist), das Stahlbein, das Hufgelenk, Hufknorpel, Blutgefäße und
Nerven. Deren wichtigste sind die Empfindungsblättchen, die den Huf mit Nahrung
versorgen und ihn mit den Knochen verbinden.
Die Huf besteht aus Wänden, Ballen, Hornsohle und Strahl. Es ist
besonders wichtig, dass der Strahl gesund und gut entwickelt ist. Er verhindert
das Rutschen und hilft, die Erschütterung aufzufangen.
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| Die Hintergliedmaßen |
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Aus
den Hintergliedmaßen entwickelt das Pferd seine Kraft. Sie sind deshalb
besonders wichtig. Sie sind mit dem Körper durch das Kniegelenk verbunden, das
mit seiner Kniescheibe auf ähnliche Weise wirkt wie das Knie und die
Kniescheibe des Menschen. Die Kniescheibe vergrößert die Wirkung der Muskeln,
die das Kniegelenk strecken. Dieses wird durch die Bänder und Muskeln
kontrolliert wie das Sprunggelenk, so dass die beiden in ihren Bewegung synchron
laufen.
An
das Sprunggelenk schließt der Unterschenkel an. Das Sprunggelenk besteht aus
sieben Knochen, die durch Bänder fest miteinander verbunden sind, es ist die
wichtigste antreibende Kraft.
Ein
gutes Sprunggelenk ist groß, flach und beinahe viereckig, wenn es von der Seite
betrachtet wird. Sieht es nach innen gewölbt aus, wenn man es von hinten
betrachtet, ist das ein Zeichen von Schwäche. Nach außen gewölbt ist das ein
Zeichen von Kraft. Der Sprungbeinhöcker sollte auch gut ausgebildet sein, sonst
verstärkt sich der Druck auf die Bänder. Die Sehnen sollten klar hervortreten.
Das Ende des Unterschenkels sollte sich nicht verdicken.
Der Röhrenknochen sollte kurz sein, das Fesselbein ziemlich kurz und in
einem leichten Winkel geneigt. Je spitzer der Winkel, um so größer der auf
Sehnen und Bänder ausgeübte Druck. Ist das Fesselbein kurz und aufrecht, kann
es seine Aufgabe, die Belastung zu dämpfen, nicht erfüllen. Das wirkt sich
direkt auf die Gelenke aus und kann zu Deformationen führen.
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| Die Vordergliedmaßen |
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Da
das Pferd kein Äquivalent zum Schlüsselbein des Menschen besitzt, sind die
Vordergliedmaßen mit dem Rumpf nur durch Muskel- und Sehnengewebe verbunden.
Obwohl hierdurch sichergestellt ist, dass ein Großteil der Belastung
aufgefangen und nicht an das Rückrat weitergegeben wird, bedeutet es aber auch,
dass die Muskeln leicht überlastet werden können. Daher ist es wichtig, nach
Überanstrengungen diese Partien sofort zu behandeln.
Das
Vorderbein beginnt unterhalb des Schulterblattes. Das Ober(arm)bein mündet in
das Ellenbogengelenk. Das Unter(arm)bein sollte gut ausgebildet sein. Wie das
Sprunggelenk sollte das Vorderfußwurzelgelenk groß, flach und vorstehend sein,
um das Körpergewicht tragen zu können. Die Vorderröhre mit deutlich
erkennbaren Sehnen führt zum Fesselgelenk, das mit dem Huf durch das Fesselbein
verbunden ist.
Von vorn sollten Vorderröhre und Unterarmbein eine grade Linie bilden,
die Handwurzelgelenke auf gleicher Höhe liegen.
Ein weiteres Merkmal der Vorderbeine sind die so
genannten Kastanien, kleine harte Wucherungen an der Innenseite des Beines über
dem Handwurzelgelenk. Man stellt sie sich als Spuren eines früheren Zehs vor
und wie bei Fingerabdrücken sehen sie bei jedem Pferd anders aus. Sie sind Überreste
einer fernen Vergangenheit.
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| Der Rumpf |
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Die
Schulter, die vom Widerrist, dem Teil des Rückrats mit acht echten Rippen
zwischen Hals und Rücken, ausgeht und ihn stützt, sollte lang und schräg
sein. Je größer die Neigung, um so wirksamer ist die Schulter beim Auffangen
des Aufpralls von den Vorderbeinen. Eine aufrechte Schulter kann aus einem Pferd
ein unbequemes Reittier machen; ebenso kann sich die Ausdauer verringern, da die
Schrittlänge beträchtlich abnimmt.
Die
Vorderbrust liegt zwischen den Vorderbeinen. Sie sollte breit und muskulös
sein, was ein Zeichen für einen großen Herz- und Lungenraum ist. Engbrüstige
Pferden fehlt ausnahmslos das Stehvermögen. Das Problem mit den zu eng
beieinander stehenden Vorderbeinen kommt hinzu. Der Hals sollte grade und nicht
zu schwer sein, da sonst die Atmung des Pferdes beeinträchtigt ist.
Die
Größe des Kopfes sollte in einem angemessenen Verhältnis zur Körpergröße
stehen. Ist der Kopf zu groß, ist die Vorderhand zusätzlichem Druck
ausgesetzt. Das Maul sollte, wie die Nüstern, gut ausgebildet sein. Die Augen
sollten groß, offen und klar sein, die Lider gleichmäßig gerundet, die Ohren
gut aufgerichtet und aufmerksames Ohrenspiel haben. Hängeohren können
bedeuten, dass das Pferd träge ist.
Zwischen
den Ohren liegt das Genick, das in Halsansatz und Mähnenkamm übergeht. Der Mähnenkamm
führt zum Widerrist und zum Rücken. Allgemein gilt: je kürzer der Rücken, um
so kräftiger ist er. Das ist besonders wichtig, da der Rücken das gesamte
Gewicht des Reiters zu tragen hat. Einige Fachleute ziehen Pferde mit langem Rücken
vor, vorausgesetzt, das Pferd ist das, was als "gutgerippt" gilt. Das
bedeutet, dass der Abstand zwischen der letzten Rippe und dem Hüfthöcker nicht
größer als etwa 50 mm sein sollte. Der Hüfthöcker selbst steht auf beiden
Seiten des Rückrats über den Flanken nach außen. Dies ist ein anderer
verletzungsanfälliger Punkt, da dieser vorspringende Teil relativ ungeschützt
liegt.
Hinter
dem Rücken liegt die Lende, die sich bis zur Kruppe erstreckt. Diese führt zum
Schweif und zur Schweifrübe hinunter. Die Lende sollte kräftig und gut
bemuskelt sein, da sie die Bewegungsenergie zum Rumpf leitet. Sie sollte auch so
kurz wie möglich sein, da sie der am wenigsten gestützte Teil des Rückens
ist. Die Kruppe ist Teil der Hinterbackenregion, zu der auch After, Hüfte,
Oberschenkel und Kniegelenk gehören. Die Hinterbacken sollten kräftig und
gerade sein und bis zu den Unterschenkeln heranreichen. Gerundete Hinterbacken
sind unerwünscht.
Die Flanke erstreckt sich vom Lendenwirbel abwärts. Ihr augenfälligstes
physisches Merkmal befindet sich an ihrem höchsten Punkt gerade unter der
Lende. Es ist eine dreieckige Vertiefung, die wie sie durch ihr Auf- und
Niedergehen anzeigt, wie schnell oder langsam das Pferd atmet, so dient die
Verfassung der Flanke auch als Zeichen für die allgemeine Verfassung des
Pferdes. Ist das Pferd krank, ist sie meinst angeschwollen
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| Die inneren Organe |
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Die
meisten inneren Organe des Pferdes arbeiten in der gleichen Weise wie die
anderer Säugetiere, aber sowohl die Verdauungs- als auch der Atmungsapparat
weisen interessante Besonderheiten auf. Vor allem im Verdauungssystem gibt es
drei einzigartige Merkmale, die das Pferd von anderen Säugetieren
unterscheiden. Es handelt sich erstens darum, dass der größte Teil des
Verdauungstraktes im hinteren Teil des Rumpfes liegt, dass zweitens der Magen im
Verhältnis zur Größe des Tieres sehr klein ist und dass drittens das Pferd
keine Gallenblase besitzt und die Gallenflüssigkeit (5-6 l am Tag) direkt in
den Zwölffingerdarm gelangt.
Drei Tatsachen sind beim Atmungssystem bemerkenswert, da mit ihnen das
Risiko von Krankheit oder Verletzung einhergeht. An den Kehlbeuteln des Kopfes können
Entzündungen oder Blutungen entstehen. Der Kehlkopf kann einseitig gelähmt
werden. Diese Lähmung behindert das Einatmen der Luft und führt zu der als
Rohren bekannten Erscheinung. Dies ist besonders beim Galopp festzustellen,
genauso wie die als gebrochener Wind bekannte Erscheinung, die mit den
Bronchialen und den Alveolen der Lunge zusammenhängt.
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| Zähne und Alter |
| Das Alter eines Pferdes wird durch die
Untersuchung seiner sechs Schneidezähne in jedem Kiefer bestimmt. wie andere Säugetiere
hat das Pferd in seinem Leben zwei Gebisse. Die Milchzähne werden im Laufe des
Wachstumsprozesses durch die bleibenden Zähne ersetzt, wobei der Vorgang gewöhnlich
im Alter von annähernd drei Jahren beginnt und im Alter von fünf Jahren
abgeschlossen ist.
Bei den beiden mittleren Schneidezähnen (Zangen) beginnt der Zahnwechsel,
gefolgt von den Mittel- und den Eckzähnen.
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Die
zwei Zangen sind durchgestoßen, wenn das Fohlen erst vier Wochen alt ist (sie können
sogar schon bei der Geburt vorhanden sein). Die Mittel- und Eckzähne folgen in
Abständen von sechs Wochen bzw. sechs bis neun Monaten. Die Milchzähne sind
weiß (die bleibenden Zähne gelb) und verjüngen sich zur Basis hin.
Nachdem
die bleibenden Zähne vollständig sind, müssen andere Überlegungen angestellt
werden, um das Alter zu bestimmen. Mit sechs Jahren hat sich die Höhe der Eckzähne
abgenutzt, im Alter von sieben Jahren haben sie eine hakenförmige Gestalt
angenommen, den so genannten Einbiss. Dieser verschwindet im Alter von acht. Mit
sieben Jahren beginnt sich auch die dunkle Linie, bekannt als Zahnsternchen, zu
entwickeln. Mit neun Jahren ist sie an den Beißrändern der Zähne zu sehen.
Zu
diesem Zeitpunkt erscheint eine Längsfurche, die Galvayne- Rinne, an den oberen
Eckzähnen nahe am Gaumen. Das Wachstum dieser Rinne dient als Hinweis für das
zunehmende Alter. Ein anderer ist die zunehmende Neigung der Zähne, die ihren Höhepunkt
im Alter zwischen 20 und 25 Jahren erreicht. Im Alter von 15 Jahren erstreckt
sich die Galvayne- Rinne über den halben Zahn, mit 20 Jahren sollte sie den
unteren Rand erreicht haben. Von diesem Zeitpunkt an beginnt sie mit der
gleichen Geschwindigkeit zu verschwinden, mit der sie aufgetaucht war. Mit 30
Jahren ist sie vollkommen verschwunden.
Alle diese Hinweise ermöglichen eine recht genaue Altersbestimmung. Ist
das Alter von acht Jahren erreicht, der Zeitpunkt, zu dem man von einem alten
Pferd spricht, sind diese Methoden aber nicht immer sicher. Besonders ist dies
nach 15 Jahren der Fall.
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| Die Gangarten des Pferdes |
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Die
vier Grundgangarten des Pferdes sind Schritt, Trap, (Jog beim Westernreiten),
Kanter (Lope beim Westernreiten) und Galopp. Die Saddle-Horse der USA
beherrschen zusätzlich die Gangarten Paß, Stepping
Wie
von der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) offiziell festgelegt, ist
der Schritt eine langsame Gangart, bei der die vier Beine des Pferdes sich
nacheinander bewegen. Die Beinfolge ist vorne - links, hinten - rechts, vorne -
rechts und hinten - links. Zwei oder drei Beine sind dabei immer auf dem Boden.
Die Schläge der Gangart müssen deutlich voneinander getrennt, gleich- und
regelmäßig sein, oder der Schritt ist als uneinheitlich oder gebrochen
anzusehen. Die Gangart selbst ist unterteilt in Mittelschritt, versammelter,
starker und freier Schritt.
Der
Trap ist eine Zweischlag-Gangart auf wechselnden Diagonalen (vorne - rechts und
hinten - links und umgekehrt), die durch einen Augenblick der Schwebephase
getrennt sind. Mit anderen Worten, die zueinander diagonal befindlichen Vorder-
und Hinterbeine bewegen sich zusammen. Daher verlassen das rechte Vorder- und
das linke Hinterbein den Boden, bevor das linke Vorder- und das rechte
Hinterbein zu ihm zurückkehren. Es gibt vier anerkannte Gangmaße: Arbeits- und
Mitteltrab, versammelter und starker Trab. Der Reiter erhebt sich aus dem Sattel
oder bleibt sitzen.
Ist
die Gangart übereilt, so dass die Vorderbeine vor den Hinterbeinen den Boden
berühren, wird das ebenso als Fehler betrachtet wie nachgezogene Hinterbeine.
In beiden Fällen ist das Resultat eine Vierschlag-Gangart. Fehlerhaft ist es
weiterhin, wenn das eine Hinterbein weiter nach vorne gebracht wird als das
andere.
Der
Kanter ist eine Dreischlag-Gangart, bei der das Pferd je nach eingeschlagener
Richtung mit dem linken oder rechten Vorderbein führt. Beim Rechtskanter ist
diese Sequenz zu befolgen: hinten - links, links - diagonal (hinten - rechts und
vorne - links) und vorne - rechts. Ihr folgt ein Augenblick der Schwebephase,
bei der sich alle vier Beine über dem Boden befinden, bevor die nächste Vorwärtsbewegung
gemacht wird. Die anerkannten Kanter sind Arbeits- und Mittelkanter,
versammelter und starker Kanter.
Der
verbreitetste Fehler besteht im Führen des falschen Beines. In diesem Fall ist
es ein uneinheitlicher Kanter.
Der
Galopp, die schnellste Gangart des Pferdes, ist eine Vierschlag-Gangart. Er ist
eine gestreckte Variante des Kanters, wobei der Hauptunterschied darin besteht,
dass die Schritte und die Schwebephase viel länger sind. Die Beine werden in
folgender Sequenz angehoben: vorne - links, vorne - rechts, hinten - links und
hinten - rechts oder umgekehrt.
Ein gut trainiertes Pferd sollte die Übergänge weich bewältigen und
nicht abrupt. Die Kadenz (der Rhythmus) der Gangart sollte bis zum Augenblick
des Wechsels oder des Haltens aufrechterhalten werden. Das Pferd sollte
jederzeit ruhig und in der korrekten Haltung bleiben sowie leicht am Zügel
stehen. Zu den schweren Fehlern gehören das Zähnefletschen und das Schlagen
mit dem Schweif, Zeichen von Widerspenstigkeit.
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| Abzeichen und Farben |
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Abzeichen
sind weiße Stellen am Körper, Gliedmaßen und Kopf des Pferdes. Die zu ihrer
Beschreibung verwendeten Begriffe sind von den verschiedenen Zuchtbehörden
offiziell festgelegt worden. Am Körper sind das Zebrastreifen (an Gliedmaßen,
Hals, Widerrist und Oberschenkel) und Flecken (rund um einen kleinen Punkt
angeordnet). Abzeichen am Bein sind Socken (Fessel und Teil der Röhre weiß)
und Strümpfe (weiße Farbe von der Krone bis zum Handwurzel- bzw. bis zum
Sprunggelenk). Socken sind immer kürzer als Strümpfe.
Abzeichen am Kopf sind der Stern (ein kleiner weißer Fleck auf der
Stirn), der Strich, auch schmale Blesse (eine das Gesicht hinablaufende weiße
Linie), die Blesse (eine breite weiße Linie von den Augen zum Maul), die
Laterne (Stirn, Nase und Teil des Mauls), die Schnippe (eine kleine weiße
Linie, die zu den Nüstern oder um sie herum führt) und das Glasauge (blau-weiße
oder weiße Farbe im Auge).
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| Die Farben des Pferdes sind sehr unterschiedlich.
Sie gehen von Braun (braune Farben mit schwarzem Mähnen- und Schweifhaar und
gewöhnlich schwarzer Stiefelung) Schwarz (Fell, Gliedmaßen, Mähne und Schweif
weisen manchmal weiße Stellen auf), Schwarzbraun (braun bis schwarz),
fuchsfarben (verschiedene Rotschattierungen, die von dunklen über rotbraune bis
hin zu hellen Tönen gehen), gelb (blau oder gelb, Aalstrich, Mähne und Schweif
schwarz, ebenso einige andere Stellen), cremefarben (mit hellem Mähnen- und
Schweifhaar und oft rosa Augen), der Palomino-Farbe (golden, Mähne und Schweif
flachsfarben), stichelhaarig (bläulich oder erdbeerfarben; im ersten Fall ist
die Grundfarbe Schwarz oder Braun, im zweiten ist der Grund fuchsfarben),
schwarzweiß gescheckt (piebald), skew-bald-gescheckt (rot oder fuchsfarbenbraun
mit weiß), der Pinto-Farbe (piebald, skewald oder mehrfarbig gescheckt) bis zur
Schimmelfarbe (weiß und schwarz auf schwarzer Haut). Allein bei der letzten
Farbe kommen viele individuelle Tönungen vor. Zwei gängige Beispiele sind der
Fliegen- und der Eisenschimmel. |
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| Farben und Abzeichen sind normalerweise in jedem
Verkaufsdokument gemeinsam mit Einzelheiten zu Typ, Zucht, Alter, Größe und
Charakter eingetragen. Der Charakter ist ein besonders wichtiger Punkt. Es
sollten kurze Beschreibungen des Mauls, des Verhaltens, der Bewegung und der
Reittyp des betreffenden Pferdes aufgeführt werden. Es sollte auch vermerkt
sein, wie sich das Pferd im Straßenverkehr verhält, besonders wenn der
vorgesehene Reiter ein Kind ist. |
| Größe |
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Die
Größe des Pferdes wird vom höchsten Punkt des Widerristes bis zum Boden
gemessen. Beim Messen ist es wichtig, dass das Tier auf einer waagerechten
Oberfläche steht.
Auf dem europäischen Festland wird die Größe in Zentimetern gemessen,
in Großbritannien, Irland, Australien und Nordamerika in hands. Eine hand
entspricht 10,16 cm (4 inches).
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| Der Charakter des Pferdes |
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Das
Pferd besitzt ein im Vergleich zu seiner Größe relativ kleines Gehirn, es kann
nicht "denken" und man sollte ihm keine menschenähnliche Intelligenz
zusprechen. Was das Pferd besitzt, ist ein bemerkenswerter natürlicher
Instinkt, der vom Menschen entweder genutzt oder verdorben werden kann.
Erforderlich
sind Geduld und Einfühlungsvermögen. Wenn ein Pferd vor etwas unerwartet
Auftauchendem scheut, führt eine Strafe nur dazu, dass das Tier ängstlich
wird. Gegen absichtliches schlechtes Betragen sollte unverzüglich vorgegangen
werden, weil die Strafe sonst nicht mit dem Fehler in Verbindung gebracht wird,
und ein gutes Verhalten sollte sofort belohnt werden.
Ein gesundes, gut gefüttertes, sorgfältig behandeltes Pferd wird selten
Probleme machen.
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