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Ankaufsuntersuchung

 

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 ANKAUFSUNTERSUCHUNG!
Beim Kauf eines Pferdes ist die Basis allen Glücks erst einmal die Gesundheit! Es nützt keinem ein Pferd, welches zwar super brav ist, aber wegen Rückenproblemen nicht reitbar ist. Man sucht ja schließlich ein Pferd zum Reiten und nicht zum Pflegen. 
Daher sollte man in jedem Fall nach dem "Ausprobieren" eine große Ankaufsuntersuchung mit Röntgenbildern machen. Dabei werden z.B. Hufrolle,  die wichtigsten Gelenke und der Rücken geröntgt. Am Besten in einer Klinik, da nur dort die Bedingungen für qualitativ hochwertige Röntgenbilder gegeben sind. Schatten auf den Bildern führen zu Fehlinterpretationen. Außerdem ist es sowieso ratsam einen Tierarzt seiner eigenen Wahl oder einen unabhängigen zu beauftragen. 
Die Untersuchung ist eine Momentaufnahme des Gesundheitszustandes. Der Tierarzt wird dann das Ergebnis mit Ihnen besprechen und Ihnen die Befunde mitteilen. 

 ES GIBT KEIN MAKELLOSES PFERD !

Jedes Pferd hat irgend einen Makel, die Frage ist immer, ob der Gesundheitszustand in Relation zu der erwarteten Nutzung steht und


folgende Bedingungen sind vor Untersuchungsbeginn festzulegen:

Umfang der Untersuchung wird vom Auftraggeber nach Beratung durch den beauftragten
Tierarzt festgelegt

Zusätzlich sind je nach Bedarf, je nach Befund während der Untersuchung, weitere ergänzende Untersuchungen notwendig.

Die Befunde entsprechen nur dem momentanen Gesundheitszustand.

Vorherige Behandlungen können einen krankhaften Zustand aber unter Umständen verschleiern.  

Der Auftraggeber wird vom Tierarzt über die erhobenen Befunde beraten.

Die Kaufentscheidung trifft der Käufer alleine, dauerhafte Gesundheit kann der Tierarzt nicht garantieren.

Auskünfte an Dritte, dazu gehört auch der Verkäufer, werden nur mit Einwilligung des Auftraggebers erteilt.

Röntgenaufnahmen bleiben aus rechtlichen Gründen im Besitz des Tierarztes.

Auf Wunsch wird Dritten Einsicht gewährt. Kopien können auf Kosten des Auftraggebers angefertigt und ausgehändigt werden.

 Der Auftraggeber wird vom Tierarzt über eventuelle Risiken während der Untersuchung aufgeklärt und erklärt das Einverständnis des Eigentümers mit  der Untersuchung.  

 

Letzlich erklärt der Verkäufer schriftlich, dass alle Angaben über den Gesundheitszustand während der letzten 3 Monate und eventuelle Behandlungen wahrheitsgetreu gemacht wurden und das Pferd frei von Mängeln und Untugenden ist bzw. welche Probleme bekannt sind.

Sind alle diese Bedingungen schriftlich festgehalten, kann mit der eigentlichen Untersuchung begonnen werden.

Unumgänglich und nicht zu unterschätzen ist die genaue Aufnahme des Nationales, vor allem mit Abzeichen und Altersbestimmung.

Der Vorbericht über bekannte Erkrankungen, Operationen, Impfungen etc. wurde bereits oben erwähnt.

 Zur Allgemeinuntersuchung gehören die Beurteilung von:

 Ernährungszustand

Verhalten

Haut und Haarkleid

Lymphknoten im Bereich von Kopf und Hals

Schleimhäute von Nase, Maul und Augen

Herz und Kreislauf (Rhythmus, Herztöne, Nebengeräusche, Halsvenen)

Atmung (Nasenausfluss, Husten, Auskultation und Perkussion)

Augen

Ohren

Nervensystem (Reflexe und Bewegungen)

Verdauungsapparat (Zähne, Maul, Darmgeräusche, Kotbeschaffenheit)

Harn- und Geschlechtsapparat (ev. mit rektaler Untersuchung)

Muskelsystem (Elastizität, Reflexe bes. im Rückenbereich)

Bewegungsapparat (in der Ruhe und in der Bewegung)

Je nach Bedarf und Verwendungszweck sind weitere Untersuchungen wie
Laboruntersuchungen, Röntgen, Ultraschall, Endoskopie u.a. möglich.  

 
 
 © 2009 Hartmann
Stand: 03. Okt 2009