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Greifen

 

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Greifen


Wenn das Pferd sich Verletzungen beibringt, indem es - vor allem im übereilten Trab - mit den Hinterhufen an die Vorderhufe oder -beine schlägt, dann nennt man das Greifen. Meist sind diese Verletzungen zwar nur oberflächlich, aber sie können schnell gefährlich werden, und man sollte ihnen auf jeden Fall vorbeugen. Manchmal wird der Ballen dabei sogar abgetrennt. Auch Verletzungen am Röhrbein sind oft sehr schwerwiegend. Wenn sich ein Pferd eine Sehnenverletzung zuzieht, muss es mehrere Wochen lang stehen. Durch Greifen kann sich das Pferd auch einen Knochenriss zuziehen, manchmal entsteht ein Oberbein.


Anzeichen:

Das Pferd stößt mit der Spitze seines Hinterhufs an Sohle, Ballen, Fesselbeuge oder das Eisen des Vorderfußes.
Man hört manchmal ein typisch metallenes Geräusch. Wenn es sich dabei nur um das Eisen handelt, ist das nicht weiter schlimm, aber wenn Pferde sich greifen, verletzen sie sich leicht im Bereich von Ballen, Fesselkopf oder Sehnen. Pferde, die sich greifen, sollten immer Springglocken tragen.


Maßnahmen und Vorbeuge:

Wenn Sie wissen, wie und warum sich Ihr Pferd verletzt, können Sie sicherlich Abhilfe schaffen. Eventuell kann auch ein orthopädischer Hufbeschlag helfen. Sprechen Sie mit dem Hufschmied darüber! Pferde, die greifen, sollten unbedingt Gamaschen, eventuell sogar Sprungglocken tragen. Eigentlich neigt jedes Pferd  beim Springen oder in unebenem Gelände dazu, sich zu greifen. Reiten Sie deshalb lieber mit Gamaschen oder Bandagen.

 

 
 © 2009 Hartmann
Stand: 03. Okt 2009