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Greifen
Wenn das Pferd sich Verletzungen beibringt, indem
es - vor allem im übereilten Trab - mit den Hinterhufen an die Vorderhufe oder
-beine schlägt, dann nennt man das Greifen. Meist sind diese Verletzungen zwar
nur oberflächlich, aber sie können schnell gefährlich werden, und man sollte
ihnen auf jeden Fall vorbeugen. Manchmal wird der Ballen dabei sogar abgetrennt.
Auch Verletzungen am Röhrbein sind oft sehr schwerwiegend. Wenn sich ein Pferd
eine Sehnenverletzung zuzieht, muss es mehrere Wochen lang stehen. Durch Greifen
kann sich das Pferd auch einen Knochenriss zuziehen, manchmal entsteht ein
Oberbein.
Anzeichen:
 | Das Pferd stößt mit der Spitze seines
Hinterhufs an Sohle, Ballen, Fesselbeuge oder das Eisen des Vorderfußes. |
 | Man hört manchmal ein typisch metallenes Geräusch.
Wenn es sich dabei nur um das Eisen handelt, ist das nicht weiter schlimm,
aber wenn Pferde sich greifen, verletzen sie sich leicht im Bereich von
Ballen, Fesselkopf oder Sehnen. Pferde, die sich greifen, sollten immer
Springglocken tragen. |
Maßnahmen und Vorbeuge:
Wenn Sie wissen, wie und warum sich Ihr Pferd verletzt, können Sie
sicherlich Abhilfe schaffen. Eventuell kann auch ein orthopädischer Hufbeschlag
helfen. Sprechen Sie mit dem Hufschmied darüber! Pferde, die greifen, sollten
unbedingt Gamaschen, eventuell sogar Sprungglocken tragen. Eigentlich neigt
jedes Pferd beim Springen oder in unebenem Gelände dazu, sich zu greifen.
Reiten Sie deshalb lieber mit Gamaschen oder Bandagen.

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