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Kolik

 

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Kolik!

Unter Kolik versteht man im allgemeinen alle Schmerzzustände im Bauch des Pferdes.
Eine Kolik kann innerhalb kurzer Zeit wieder verschwinden, es aber auch ins Gegenteil sich schnell verschlimmern und sogar zum Tod führen. In jedem Fall sollte der Tierarzt verständigt werden, denn je eher dieser Maßnahmen ergreift, desto weniger Schmerzen hat das Pferd und die Überlebenschancen des Pferdes werden in jedem Fall erhöht. Der Tierarzt spritzt ein krampflösendes und ein schmerzstillendes Mittel. Danach muß das Pferd bewegt, d.h. geführt werden. Auf keinen Fall longieren oder reiten. Bis der Arzt eintrifft das Pferd führen und am Hinlegen/ Wälzen hindern. 
Manchmal erscheint es, als ob sich das Befinden des Pferdes bessert, aber der Scheint trügt.
Erst wenn alle physiologische Werte sich wieder normalisiert haben kann Entwarnung gegeben werden.

Ursache:

Verstopfung durch Überfütterung/Futterumstellung
Lähmung des Darms durch Vergiftung
Infektionen
Unterkühlung
starker Parasiten- und Wurmbefall
nach Gabe von Wurmkur, wenn diese nicht regelmäßig durchgeführt wird und dabei gestorbene Parasiten den Darm verstopfen
Aufregung
kaltes Wasser, zu schnelles Saufen


Es werden folgende Formen  unterschieden:

Gaskolik
Spastische Kolik
Verstopfungskolik
Anschoppungskolik


Anzeichen (leichte Kolik):

Das Pferd scharrt mit den Vorderfüssen
Das Pferd schlägt vermehrt mit dem Schweif
Das Pferd legt sich häufiger nieder
Das Pferd wendet den Kopf häufig zum Bauch
vermehrtes Flehmen

Anzeichen - bei starken Koliken:

starrer Blick / das Pferd wirkt apartisch
erhöhter  Pulsfrequenz
erweitere Nüstern / flache Atmung
das Pferd versucht sich oft zu legen, wälzt sich (auch in der Box) und bleibt auf den Rücken Minuten liegen
das Pferd schlägt mit den Hinterhufen unter den Bauch
starke Schweißbildung 

Vermeidung durch:

artgerechter Haltung
viel Bewegung
regelmäßige Gabe von Wurmkuren
langsame Futterumstellung, gerade zu Beginn der Weidezeit, das Pferd langsam an das Gras gewöhnen, max. 10 - 15 min. / Tag
Gabe von mehreren kleinen Futtermengen 3 - 4 mal /Tag
Gabe von ausreichender Menge Raufutter (Heu und Stroh)
Regelmäßige Kontrolle der Zähne min. 1x im Jahr
Vermeidung von Stress


 
 © 2009 Hartmann
Stand: 04. Okt 2009