
Lahmheiten
Lahmheit bei Pferden ist ein sehr verbreitetes
Leiden. Der harmloseste Grund dafür kann ein kleiner Stein, aber auch eine
ernsthafte Erkrankung sein. Sehnenentzündungen aufgrund von Zerrungen und Stößen
können jederzeit auftreten.
Muskulatur
Eine eventuelle Gefährdung der verschiedenen Muskelgruppen kann herbeigeführt
werden durch Fütterungs- und Haltungsfehler, durch Verletzungen oder auch durch
Infektionen.
Man unterscheidet zwischen:
Gegen die Überlastung der Sehnen kann der Reiter entgegenwirken: Das Pferd kann
auf nahezu jedem Boden laufen, wobei der Grundsatz gilt, dass fester Boden
besser ist als weicher. Auf jeden Fall ist es wichtig, dass er Boden eben ist.
Gefährlich ist es immer dann, wenn die Bodenverhältnisse unvermutet wechseln
und der Huf oder das Eisen Haftung verliert, also ins Rutschen kommt.
Knochen
Knochenbrüchen geht fast immer ein traumatisches Ereignis, also ein Unfall
voraus. Die meisten Knochenbrüche ereignen sich an den Vordergliedmaßen. Eine
besondere Rolle kommt bei den Knochenbrüchen den Griffelbeinen zu. Bei diesen
Knochen handelt es sich um die Überbleibsel des Zeige- und Ringfingers. Diese
Griffelbeine sitzen an der Innen- und Außenseite der langen Röhrenknochen
unterhalb des Vorderfußwurzelgelenks bzw. des Sprunggelenks. Meist bricht das
Griffelbein an dem dünnen Übergang zum Griffelbeinknopf.
Maßnahmen:
Das Vorgehen ist immer gleich. Den Tierarzt informieren und, sofern sich das
Pferd noch bewegen kann, es zur weiteren Untersuchung in die Box stellen. Sicher
ist es so, dass heute viele Brüche, die früher noch unausweichlich den Tod des
Pferdes zur Folge hatten, therapiert werden können.
Gelenke
Knochen sind miteinander verbunden durch Gelenke, die je nach Funktion
vollkommen unterschiedlich gebaut sind. Auch sie führen, wenn sie in
irgendeiner Weise geschädigt sind, zu einer Lahmheit.