Diese Erkrankung des inneren Auges ist auch unter dem Namen
"Mondblindheit" bekannt.
Sie wird wegen ihrer Tendenz zu monatlichen Rückfällen so genannt. Früher
wurde diese
Krankheit mit dem Mondwechsel in Zusammenhang gebracht.
Krankheitsbild
Nach Überschreiten des Höhepunktes klingen die Symptome innerhalb eines
Zeitraumes
von zehn Tagen ab, und sind nur noch für den Tierarzt durch ein "Ophthalmoskop"
erkennbar.
Nach Abklingen des ersten Anfalls kommt es meist innerhalb von vier bis acht
Wochen zu
einem erneuten Anfall, welchem dann weitere Anfälle in immer größer werdenden
Zeitabständen
folgen. Das Problem liegt in einer Erblindungsgefahr durch die zunehmende Trübung
der Linse
und durch zunehmende Zerstörung der Netzhaut, des Sehnervs und der Aderhaut.
Ursachen:
Nach neuesten Erkenntnissen wird die periodische Augenentzündung als
Allergie angesehen,
die gegen verschiedenste Stoffe bestehen kann. Nur in wenigen Fällen sind
andere Faktoren,
wie z.B. Gefäßzerstörungen durch stumpfe Verletzungen und dadurch eine
Aktivierung von "Entzündungsbotenstoffen" oder auch chemische
Ursachen für die Entstehung der Krankheit
verantwortlich.
Maßnahmen:
Pferd in abgedunkelte Box stellen. Bitte rufen Sie Ihren Tierarzt. Der Tierarzt
wird eine Diagnose
stellen und eine damit verbundene Therapie mit entzündungshemmenden
und schmerzlindernden
Medikamenten einleiten. Große Erfolge im Kampf gegen die periodische Augenentzündung werden
neuerdings durch eine chirurgische
Behandlung erreicht. Hierbei wird der Teil des Glaskörpers des
Auges entfernt.
Geeignet ist dieser Eingriff ab dem zweiten akuten Anfall.
Zum Glück verbessert sich das Sehvermögen der Pferde nach diesem Eingriff
normalerweise deutlich,
sodass diese Krankheit nicht mehr als
"unheilbar" bezeichnet werden kann.
