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Phlegmone

 

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Phlegmone/ Einschuß

Als Folge einer Wunde stellt sich vielfach der sogenannte Einschuss (Phlegmone) ein. Man versteht darunter eine eitrige Entzündung des Unterhautbindegewebes. Die auslösende Verletzung kann so klein sein, dass sie mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist. 
Es genügen winzige Wunden, wie sie beim Springen oder beim Streichen der Pferde, beim Gegenstoßen eines Hufs an das gegenüberliegende Bein, entstehen können. Das Pferd zeigt auf Druck heftigen Schmerz. Das Bein ist angeschwollen und wärmer als gewöhnlich. 
Auch Lahmheit und Fieber treten als Symptome auf. Bis zum Eintreffen des Tierarztes legt man kühlende Verbände an und gießt diese in stündlichen Abständen mit kaltem sauberen Wasser an. Auf Anordnung des Tierarztes wird das Bein gegebenenfalls auch während der folgenden drei Tage ständig gekühlt. Nach tierärztlicher Allgemeinbehandlung und nach dem Abklingen der ersten Hitze am entzündeten Bein kann man mit einem Prießnitz-Verband Wärme an der betreffenden Gliedmaße erzeugen. 
Unter keinen Umständen darf der Prießnitz-Verband länger als zwei Tage am Bein belassen werden, weil sonst Haarausfall und Hautfäulnis die Folgen sind. 
Am darauf folgenden Tag verbindet man trocken.
Erst nach Abklingen des Fiebers und bei Nachlassen des Schmerzes, meistens nach drei Tagen, wird das Pferd dreimal täglich 15 Minuten im Schritt geführt. Bis zum völligen Verschwinden der Schwellung sollte während der Ruhephasen aber stets ein trockener Watteverband angelegt werden. So lässt sich am ehesten das Zurückbleiben einer chronischen Verdickung der Gliedmaße verhindern.

 

 

 
 © 2009 Hartmann
Stand: 24. Februar 2009