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Phlegmone/
Einschuß
Als
Folge einer Wunde stellt sich vielfach der sogenannte Einschuss (Phlegmone) ein.
Man versteht darunter eine eitrige Entzündung des Unterhautbindegewebes. Die
auslösende Verletzung kann so klein sein, dass sie mit dem bloßen Auge nicht
zu erkennen ist.
Es genügen winzige Wunden, wie sie beim Springen oder beim Streichen der
Pferde, beim Gegenstoßen eines Hufs an das gegenüberliegende Bein, entstehen können.
Das Pferd zeigt auf Druck heftigen Schmerz. Das Bein ist angeschwollen und wärmer
als gewöhnlich.
Auch Lahmheit und Fieber treten als Symptome auf. Bis zum Eintreffen des
Tierarztes legt man kühlende Verbände an und gießt diese in stündlichen Abständen
mit kaltem sauberen Wasser an. Auf Anordnung des Tierarztes wird das Bein
gegebenenfalls auch während der folgenden drei Tage ständig gekühlt. Nach
tierärztlicher Allgemeinbehandlung und nach dem Abklingen der ersten Hitze am
entzündeten Bein kann man mit einem Prießnitz-Verband Wärme an der
betreffenden Gliedmaße erzeugen.
Unter keinen Umständen darf der Prießnitz-Verband länger als zwei Tage am
Bein belassen werden, weil sonst Haarausfall und Hautfäulnis die Folgen
sind.
Am darauf folgenden Tag verbindet man trocken. Erst
nach Abklingen des Fiebers und bei Nachlassen des Schmerzes, meistens nach drei
Tagen, wird das Pferd dreimal täglich 15 Minuten im Schritt geführt. Bis zum völligen
Verschwinden der Schwellung sollte während der Ruhephasen aber stets ein
trockener Watteverband angelegt werden. So lässt sich am ehesten das Zurückbleiben
einer chronischen Verdickung der Gliedmaße verhindern.

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