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Satteldruck

 

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Satteldruck

Jedem bewußt sein, daß bei Belastung (damit ist  nicht nur das Reiten gemeint, sondern auch unser Gewicht!) sprich Arbeit Wärme entsteht. Die durch Muskelarbeit anfallende Wärme muß das Pferd schnell und wirksam abgeben.  Erhöht wird die Wärmeabgabe durch das Schwitzen (s.o.), ein gesteigertes Herzminutenvolumen mit gesteigerter Hautdurchblutung.


Ursachen: 

schlecht passender Sattel
verunreinigte oder verrutschte Satteldecken bzw. Pads
schlechte Gewichtsverteilung über der Sattelregion
unsachgemäßes Absatteln vor allem nach längeren Ausritten

Die Wärme gelangt über das Gefäßsystem (Erweiterung der Hautgefäße) aus dem Körperkern zur Haut, wo sie durch Konvektion und Verdunstung abgegeben wird. Nun kann es durch die Veränderung der Blutzirkulation im Bereich der Sattellage (aufgrund von lokaler Minderdurchblutung bei schlecht sitzendem Sattel) zum Austreten von Lymphflüssigkeit in das Gewebe und damit auch zu einer sichtbaren Schwellung kommen (Satteldruck). 

Vorbeugung:
Man sollte daher nicht nur ein gut trainiertes Pferd mit guter Rückenmuskulatur haben (denn ohne Muskeln, kann auch der Sattel nicht passen), sondern einen guten Sattel, eine passende saubere Unterlage, ein geputztes Pferd!, anständig gesattelt und vor allem nach einem langen Ritt nie sofort den Sattel vom Pferd nehmen, sondern erst mal führen (ohne Gewicht) und dann langsam den Sattelgurt lösen. Sollte das Pferd trotz guter Sorge einen Satteldruck haben, sollte man als erste Maßnahme einen trockenen Schwamm mit einen elastischen Gurt über den Satteldruck anbringen (kein Alkohol, kein Franzbranntwein), damit die Lymphe wieder von den Gefäßen aufgenommen werden kann. Des weiteren ist es  selbstverständlich, daß dieses Pferd erst einmal in nächster Zeit (evtl. 1-2 Wochen, je nach Ausmaß) Ruhe bekommt. 

 

 
 © 2009 Hartmann
Stand: 23. Februar 2009