|
| |

Satteldruck
Jedem
bewußt sein, daß bei Belastung (damit ist nicht nur das Reiten
gemeint, sondern auch unser Gewicht!) sprich Arbeit Wärme
entsteht. Die durch Muskelarbeit anfallende Wärme muß das Pferd schnell und
wirksam abgeben. Erhöht wird die Wärmeabgabe durch das Schwitzen (s.o.), ein
gesteigertes Herzminutenvolumen mit gesteigerter Hautdurchblutung.
Ursachen:
 | schlecht
passender Sattel |
 | verunreinigte
oder verrutschte Satteldecken bzw. Pads |
 | schlechte
Gewichtsverteilung über der Sattelregion |
 | unsachgemäßes
Absatteln vor allem nach längeren Ausritten
|
Die
Wärme gelangt über das Gefäßsystem (Erweiterung der Hautgefäße) aus dem Körperkern
zur Haut, wo sie durch Konvektion und Verdunstung abgegeben wird. Nun kann es
durch die Veränderung der Blutzirkulation im Bereich der Sattellage (aufgrund
von lokaler Minderdurchblutung bei schlecht sitzendem Sattel) zum Austreten von
Lymphflüssigkeit in das Gewebe und damit auch zu einer sichtbaren Schwellung
kommen (Satteldruck).
Vorbeugung:
Man sollte daher nicht nur ein gut trainiertes Pferd mit guter Rückenmuskulatur
haben (denn ohne Muskeln, kann auch der Sattel nicht passen), sondern einen
guten Sattel, eine passende saubere Unterlage, ein geputztes Pferd!, anständig
gesattelt und vor allem nach einem langen Ritt nie sofort den Sattel vom
Pferd nehmen, sondern erst mal führen (ohne Gewicht) und dann langsam den
Sattelgurt lösen. Sollte das Pferd trotz guter Sorge einen Satteldruck
haben, sollte man als erste Maßnahme einen trockenen Schwamm mit einen
elastischen Gurt über den Satteldruck anbringen (kein Alkohol, kein
Franzbranntwein), damit die Lymphe wieder von den Gefäßen aufgenommen werden
kann. Des weiteren ist es selbstverständlich, daß dieses Pferd erst
einmal in nächster Zeit (evtl. 1-2 Wochen, je nach Ausmaß) Ruhe bekommt.

|